Eine Hand, die einen Siegelabdruck auf Ton hält. Man erkennt winzige Tierchen.

Fellowships

KIŠIB vergibt jedes Jahr zwei Kurzzeitstipendien zur Förderung einmonatiger Forschungsaufenthalte in München oder Berlin. Das Programm fördert die gleichberechtigte Zusammenarbeit mit westasiatischen WissenschaftlerInnen, die sich mit bestimmten in ihren Ländern ausgegrabenen Siegelkorpora befassen. Die Stipendiaten haben Zugang zu den digitalen Ressourcen des Projekts, zu Forschungsbibliotheken und zum wissenschaftlichen Umfeld der Gastinstitutionen.Während ihres Aufenthalts arbeiten sie eng mit dem KIŠIB-Team an der Forschung und an Veröffentlichungen zum Thema Siegel zusammen.

Bewerbungen sind willkommen. Wenn Sie an einem Stipendium interessiert sind, kontaktieren Sie uns bitte.

KIŠIB fellows

Kepa Martinez Garcia

Zeitraum: Dezember 2025 an der BAdW/LMU in München und der BBAW in Berlin
Institution: Universität des Baskenlandes, Spanien
Thema: Identitäten durch Siegelungen: Beziehungen zwischen Städten im frühdynastischen Mesopotamien

Kepa Garcia Martinez ist ein auf das alte Westasien spezialisierter Archäologe, dessen Forschungsschwerpunkt auf der sozialen und administrativen Organisation Südmesopotamiens im späten vierten und dritten Jahrtausend v. Chr. liegt, insbesondere anhand der Untersuchung von Zylindersiegeln und Siegelabdrücken als Instrumente der zwischenstädtischen Beziehungen und der sozialen Repräsentation.

Als Fellow des KIŠIB-Vorhabens verbrachte er mehrere Wochen in München und Berlin, wo er eng mit dem Projektteam zusammenarbeitete. Während dieser Zeit machte er sich mit der KIŠIB-Datenbank und den Arbeitsabläufen vertraut, lud Einträge hoch und überarbeitete diese. Er arbeitete mit unveröffentlichten Zylindersiegeln aus der Sammlung des Montserrat-Museums. Zudem arbeitete er mit MuseumskuratorInnen und Projektmitgliedern zusammen, um Siegel zu untersuchen und zu dokumentieren, die derzeit nicht öffentlich ausgestellt sind, wozu auch die Anfertigung moderner Abdrücke zu Dokumentationszwecken gehörte. Parallel dazu nahm er an einer Reihe von wissenschaftlichen Tagungen und Diskussionen mit KollegInnen teil, die sich mit verwandten archäologischen und epigraphischen Themen befassen, besuchte einschlägige Museumssammlungen und stellte seine Forschungsergebnisse in einem Vortrag an der Freien Universität Berlin vor.