Program flyers from the kick-off event. Credit: KIŠIB Project (S. Hageneuer), CC BY 4.0.
A bunch of flyers on a grey background. The flyer shows a sealing and a brush on coded paper. The title reads "Bilder, die verbinden" meaning "Images that connect".

KIŠIB-Auftakt an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Am 17. November 2025 erreichte unser Vorhaben einen besonderen Meilenstein: In der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften fand die offizielle Auftaktveranstaltung von KIŠIB – Digital Corpus of Ancient West Asian Seals and Sealings statt. Die Veranstaltung brachte KollegInnen, PartnerInnen und Freunde zusammen, um den Start dieses ehrgeizigen Langzeitvorhabens zu feiern.

Gäste und inspirierende Worte

A person behind a podium holding a book and talking to an invisible audience.
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Markschies was the first speaker of the event. Credit: KIŠIB Projekt (S. Sajedi), CC BY 4.0.

Es war uns eine Ehre, mehrere namhafte Redner begrüßen zu dürfen, die die Veranstaltung mit ihren Grußworten und ihrer Unterstützung eröffneten. Der Präsident der Akademie, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Markschies hob die Bedeutung des Vorhabens für die Forschungslandschaft der Akademie hervor. Prof. Dr. Eva Cancik-Kirschbaum, Akademiemitglied und Professorin für Assyriologie an der Freien Universität Berlin, betonte die wissenschaftliche Bedeutung einer systematischen Dokumentation dieses unschätzbaren kulturellen Erbes. Prof. Dr. Barbara Helwing, Direktorin des Vorderasiatischen Museums Berlin, wurde durch Dr. Helen Gries vertreten, die die entscheidende Rolle der Zusammenarbeit zwischen Museen und Forschungsprojekten hervorhob.

Ein besonders bedeutungsvoller Moment war die Anwesenheit von Evelyn Klengel-Brandt, der ehemaligen Direktorin des Vorderasiatischen Museums Berlin, die jahrzehntelang die Forschung zu antiken westasiatischen Siegeln und Siegelabdrücken in Berlin gefördert hat. Ihre Anwesenheit verlieh der Veranstaltung ein wunderbares Gefühl der Kontinuität zwischen der früheren und der heutigen Forschung zu Siegeln und Siegelabdrücken in Berlin. Diese Verbindung steht im Mittelpunkt der Werte des KIŠIB-Vorhabens.

Vorstellung von KIŠIB: Vision, Strategien und Instrumente

A collage of four persons standing in front of a podium and giving a presentation.
The KIŠIB team (E. Roßberger, A. Otto, A. Dietz, and S. Hageneuer) during the kick-off event at the Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities. Credit: KIŠIB Project (S. Sajedi), CC BY 4.0.

Im Anschluss an die Eröffnungsreden betrat das KIŠIB-Team die Bühne, um die Ziele und die Methodik des Projekts vorzustellen. Prof. Dr. Elisa Roßberger, Prof. Dr. Adelheid Otto, Dr. Albert Dietz und Dr. Sebastian Hageneuer gaben Einblicke darin, wie KIŠIB einen umfassenden digitalen Korpus mit rund 80.000 Siegeln und Siegelabdrücken aus dem alten Westasien und den angrenzenden Regionen erstellen wird. Die Vorträge befassten sich mit den innovativen Ansätzen des Projekts in den Bereichen Datenkuratierung, kontrollierte Vokabulare und der Anwendung maschinellen Lernens bei der Annotation von Bildern und Texten. Das Team hob das Bekenntnis von KIŠIB zu den FAIR- und LOUD-Datenprinzipien hervor, wodurch sichergestellt wird, dass dieses reiche kulturelle Erbe nicht nur Fachleuten, sondern auch einem breiten internationalen Publikum zugänglich wird. Die internationale Zusammenarbeit – insbesondere mit Kollegen und Institutionen in Westasien – wurde als Eckpfeiler der Projektphilosophie hervorgehoben.

Netzwerken und Gespräche

Half a room full of people listening to an invisible speaker. A window in the background.
Attendees at the KIŠIB kick-off event, Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities. Credit: KIŠIB Projekt (S. Sajedi), CC BY 4.0.

Nach den offiziellen Vorträgen versammelten sich die Gäste zu einem ausgedehnten Empfang mit einem reichhaltigen Buffet. Die entspannte Atmosphäre bot die perfekte Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Ideen auszutauschen und neue Verbindungen aufzubauen. Kollegen aus verschiedenen Institutionen führten angeregte Gespräche über Siegelforschung, Digital Humanities und mögliche Kooperationen. Die Begeisterung und Unterstützung, die uns den ganzen Abend über entgegengebracht wurden, waren wirklich inspirierend.

Die Auftaktveranstaltung war mehr als nur ein formeller Start – sie war ein echtes Fest der interdisziplinären Zusammenarbeit und der gemeinsamen Leidenschaft für das kulturelle Erbe des alten Westasiens. Wir danken allen, die dabei waren und dazu beigetragen haben, diese Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Zu Beginn dieser langen Reise freuen wir uns auf den weiteren Austausch mit unseren PartnerInnen, KollegInnen und der gesamten wissenschaftlichen Gemeinschaft. Folgen Sie unserem Blog, um über Fortschritte, Entdeckungen und bevorstehende Veranstaltungen auf dem Laufenden zu bleiben!

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